TAPA EMEA und Trans.eu starten die erste Frachtenbörse auf Basis von TAPA-Zertifizierungen für Lieferkettensicherheit

Die Certified Carrier Exchange powered by TAPA EMEA Standards & Intelligence – schafft ein doppelt abgesichertes Ökosystem, in dem jeder Frachtführer über eine gültige TAPA-TSR-Zertifizierung verfügt.

 

Die Transported Asset Protection Association (TAPA), , die weltweit führende Instanz für Lieferkettensicherheit, und die Trans.eu Group, europäischer Marktführer im Bereich Freight-Tech und Fintech für den Transportsektor, haben heute die Certified Carrier Exchange – Powered by TAPA EMEA Standards & Intelligence vorgestellt. Dies markiert ein neues Kapitel ihrer strategischen Partnerschaft: die erste Plattform, die vollständig auf verifizierten TAPA-TSR-Zertifizierung (Trucking Security Requirements) basiert.

Certified Carrier Exchange: die erste Frachtenbörse auf Basis von TAPA-Zertifizierungen für Lieferkettensicherheit

Die Trans.eu Group wird zudem das Bewusstsein für die sicherheitsrelevanten und wirtschaftlichen Vorteile des TAPA-TSR-Standards in ihrem digitalen Ökosystem stärken. Dieses erreicht mehr als 44.000 Frachtführer, Speditionen und Verlader und soll die Gemeinschaft der TAPA-zertifizierten Transportdienstleister in ganz Europa weiter vergrößern.

Die Bekanntgabe erfolgte auf der TAPA EMEA Jahreskonferenz 2026 in Oberhausen vor mehr als 800 Branchenführern, Vertretern von Strafverfolgungsbehörden sowie Experten für Lieferkettensicherheit aus ganz Europa und darüber hinaus.

Eine neue Gemeinschaft für sichere Fracht

Die jährlichen weltweiten Frachtverluste werden auf 40 Milliarden US-Dollar geschätzt. Allein in der Europäischen Union verursacht Frachtkriminalität laut einer Studie des Europäischen Parlaments Schäden von bis zu 8,3 Milliarden Euro pro Jahr.

Die Methoden der Täter haben sich längst über den klassischen Gelegenheitsdiebstahl hinaus entwickelt. Heute nutzen organisierte Banden Identitätsbetrug, gefälschte Transportprofile und KI-generierte Dokumente, um bestehende Sicherheitsanforderungen zu umgehen und Ladungen ohne gewaltsamen Zugriff zu entwenden. Die zentrale Schwachstelle, die sie dabei ausnutzen, bleibt dieselbe: Vertrauen, das auf nicht überprüfbaren Angaben basiert.

Die Certified Carrier Exchange schließt genau diese Lücke. Durch die Kombination der Sicherheitsinfrastruktur von Trans.eu mit dem unabhängig geprüften TSR-Zertifizierungsrahmen von TAPA schafft die Plattform das, was beide Organisationen als eine „doppelt abgesicherte Umgebung“ für Frachttransaktionen bezeichnen.

Marcel Saarloos (Chair of TAPA EMEA), Matt Arendas (Vice president of Partnerships Trans.eu Group), Ewa Węgorkiewicz (COO Trans.eu Group) und Thorsten Neumann (President & CEO, TAPA EMEA)
„Keine Frachtenbörse kann absolute Sicherheit garantieren. Aber unser Ziel ist es, Risiken und Verluste zu minimieren, indem wir eine Plattform aufbauen, die auf den höchsten, von der Branche selbst geschaffenen Sicherheitsstandards basiert und bei der Transparenz, Verifizierung und Zuverlässigkeit auf jeder Ebene verankert sind.


Durch die enge Zusammenarbeit mit Trans.eu können wir überprüfen, ob jeder teilnehmende Spediteur und Frachtführer über eine gültige TAPA-Sicherheitszertifizierung verfügt. Und ‚gültig‘ ist hier das Schlüsselwort. Diese Zertifizierungen werden nicht einfach nur behauptet, sondern im Rahmen des strengen Compliance-Frameworks von TAPA überprüft, gepflegt und verwaltet.


Auf diese Weise reduzieren wir die Unsicherheit erheblich und eliminieren eines der größten Risiken in der Logistik: das Vertrauen auf Informationen, die nicht überprüft werden können.“
Thorsten Neumann, President & CEO, TAPA EMEA

So funktioniert es: Nahtlose Integration von Sicherheit und Effizienz

Die Certified Carrier Exchange ist eine geschlossene Premium-Umgebung innerhalb der Trans.eu-Technologie, die den TSR-Sicherheitsstandard von TAPA nahtlos in die operativen Anforderungen des Logistiksektors integriert.

Die Kernfunktionalität besteht darin, Verladern und Speditionen verlässliche, verifizierte und TAPA-konforme Kapazitäten bereitzustellen und gleichzeitig Transportunternehmen, die die Sicherheitsanforderungen der Transported Asset Protection Association (TAPA) erfüllen, neue Geschäftsmöglichkeiten zu eröffnen.

Der Zugang zur Certified Carrier Exchange ist ausschließlich Transportunternehmen vorbehalten, die über eine gültige TSR-1- oder TSR-2-Zertifizierung verfügen. Diese wird automatisch und in Echtzeit mit der TAPA-Datenbank abgeglichen. Im Gegensatz zu den Verfahren auf anderen Plattformen werden Zertifizierungen somit nicht lediglich selbst deklariert, sondern kontinuierlich validiert und im Rahmen des TAPA-Überwachungsprozesses aktiv gepflegt.

Verlader und Speditionen – auch solche, die keine TAPA-Mitglieder sind – können auf die Börse zugreifen, um mit diesem verifizierten Kapazitätspool in Kontakt zu treten. Dadurch entfallen wochenlange manuelle Sicherheitsprüfungen, während gleichzeitig die Gewissheit besteht, dass jeder sichtbare Frachtführer den weltweit anerkannten TAPA-Standard für Frachtsicherheit erfüllt.

Für zertifizierte Frachtführer eröffnet die Börse Zugang zu einem Geschäftssegment, das über herkömmliche Frachtenbörsen oft nur schwer erreichbar ist. TSR-zertifizierte Unternehmen erhalten direkten Zugang zu hochwertigen Transportaufträgen – genau jener Art von Fracht, die höhere Frachtraten erzielt und die Sicherheitsstandards voraussetzt, in deren Erfüllung sie bereits investiert haben.

Darüber hinaus profitieren die Nutzer der Certified Carrier Exchange vom vollständigen Transaktionslebenszyklus der Trans.eu-Plattform. Dieser ermöglicht es, innerhalb einer einzigen sicheren und vollständig nachvollziehbaren Umgebung vom Ladungsangebot bis zum bestätigten Transportauftrag zu gelangen und Geschäfte innerhalb von Minuten statt Tagen abzuwickeln.

Mehr als ein Handschlag: Auf bewährten Fundamenten aufgebaut

Die Zusammenarbeit zwischen TAPA EMEA und der Trans.eu Group soll einen grundlegenden Wandel in der Logistikbranche vorantreiben: den Übergang von der reinen Frachtvermittlung hin zu einem überprüften Hochsicherheits-Ökosystem.

Mit mehr als 44.000 geprüften Unternehmen in ihrem Netzwerk bietet die Trans.eu Frachtenbörse eine leistungsfähige Infrastruktur für sichere Transaktionen. Die Plattform verarbeitet monatlich über 11 Millionen Ladungsangebote und verfügt über eines der strengsten Prüfverfahren für Transportunternehmen in Europa.

TAPA EMEA, ein gemeinnütziger Branchenverband, der seit mehr als zwei Jahrzehnten den TSR-Standard als weltweiten Maßstab für Lkw-Sicherheit etabliert und weiterentwickelt, bleibt dabei neutral. Der Verband setzt sich für eine sichere Lieferkette und den Schutz vor organisierter Kriminalität ein. TSR ist einer von vier zertifizierbaren Standards von TAPA EMEA, neben den Facility Security Requirements (FSR), den Parking Security Requirements (PSR) und dem Cyber Security Standard (CSS).

„Die Transportbranche fordert seit Langem eine moderne Frachtenbörse, die Sicherheit in jeden Schritt der Prozessarchitektur integriert.


Bei Trans.eu haben wir genau das geschaffen: eine Plattform, auf der die Verifizierung niemals endet, auf der jede Transaktion in einer nachvollziehbaren und geschützten Umgebung bleibt und auf der das Netzwerk selbst zu einer Verteidigungslinie gegen Betrug wird.


Wir haben die digitale Infrastruktur aufgebaut, um einen hochsicheren Informationsfluss zu gewährleisten, bei dem Risiken minimiert werden, solange die Transaktionen innerhalb der Plattform abgeschlossen werden.


Genau diese Philosophie hat TAPA EMEA erkannt, als sie uns als Partner ausgewählt hat. Die Certified Carrier Exchange ist der logische nächste Schritt – der Beweis dafür, dass Geschwindigkeit und Sicherheit kein Widerspruch sind, sondern das Ergebnis eines durchdachten und präzise gestalteten Systems.“

Ewa Węgorkiewicz, Chief Operating Officer, Trans.eu Group

Die Certified Carrier Exchange steht ab heute für Registrierungen im Rahmen des Early-Access-Programms zur Verfügung. Der offizielle Start der Plattform ist für den 1. Juli 2026 geplant.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Eintragung auf die Warteliste finden Sie unter: trans.eu/tapa


Über TAPA EMEA

TAPA (Transported Asset Protection Association) EMEA ist ein gemeinnütziger Branchenverband und die weltweit führende Instanz für Frachtsicherheitsstandards, Erkenntnisse über Frachtkriminalität und die Resilienz von Lieferketten.

In der EMEA-Region umfasst die Mitgliedschaft mittlerweile mehr als 1.100 Unternehmen – von weltweit führenden Produktions- und Logistikunternehmen über mittelständische Transportunternehmen bis hin zu Versicherern, Sicherheitsdienstleistern, Parkplatzbetreibern und Strafverfolgungsbehörden.

Das TSR-Framework (Trucking Security Requirements) definiert den Goldstandard für Sicherheitsprotokolle von Transportunternehmen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Als neutrales Gremium empfiehlt TAPA keine kommerziellen Lösungen. Die Certified Carrier Exchange ist das Ergebnis einer besonderen Partnerschaft zur Stärkung der Integrität und Resilienz globaler Lieferketten.

Über Trans.eu Group

Die 2004 gegründete Trans.eu Group ist ein europäischer Marktführer im Bereich Freight-Tech und Fintech für den Transportsektor. Bekannt durch den Aufbau einer der größten Frachtenbörsen Europas, hat sich das Unternehmen zu einem umfassenden Technologie-Ökosystem entwickelt, das die Entwicklung und den Betrieb seiner Plattformen vollständig selbst steuert.

Über die Trans.eu Frachtenbörse bietet die Gruppe ein sicheres digitales Ökosystem für mehr als 44.000 geprüfte Unternehmen in Europa, darunter Frachtführer, Speditionen, Produzenten und Verlader. Mit ihrer Spezialisierung auf internationale Verkehre verbindet sie Fracht und Kapazitäten zwischen West- und Osteuropa in einer sicheren digitalen Umgebung.

Durch die Verarbeitung von mehr als 11 Millionen Ladungsangeboten pro Monat ermöglicht die Plattform eine intelligente und sichere Transportabwicklung. Risiken werden durch ein umfassendes System zur Risikoprävention und -bewertung sowie durch die SafePay-Zahlungsgarantie minimiert.

Verónica Rodríguez

Verónica Rodríguez

Head of Communications, Trans.eu Group

 

 

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